Eintragung ins Grundbuch

Die Gründe standen schon lange vor 1938 in unserem grundbücherlichen Eigentum.

Im aktuellen Grundbuch scheint die „Neue Heimat Tirol“ als Eigentümer der Grundstücke mit “Kaufvertrag vom 30.3.1940“ auf, obwohl erst am 20.6.1940 die „Anmerkung der Einleitung des Enteignungsverfahrens“ erfolgt ist, am 3.4.1941 der Enteignungsbescheid und am 20.9.1941 der (abschlägige) Berufungsbescheid erfolgt ist.

Tatsächlich ist niemals ein Kauf erfolgt und auch niemals Geld geflossen!

Am 28.11.1941 erfolgte der Grundbuchsbeschluss beim Amtsgericht Innsbruck, welcher sich auf eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung vom 9.12.1941“ gründet, die es zum Zeitpunkt dieses Bescheides (noch) gar nicht geben konnte! (siehe Punkt 16)!

Auch eine falsche Parzelle (1488) im Verteilungsbeschluss vom 11.6.1942 (siehe Punkt 19.3) zeigt den äußersten falschen und schlampigen Umgang mit solchen Dingen in dieser Sache!

Gemäß § 6 der „Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot“ vom 14.9.1939 hätte der Wohnungskommissar nach der Hinterlegung der Enteignungsentschädigung bei Gericht um die grundbücherliche Durchführung des Enteignungsbescheids ansuchen müssen: Da es diese Hinterlegungsbestätigung offensichtlich nicht gab, hat er dieses Ansuchen auch nie gestellt!

Somit kann der Grundbuchsbeschluss nur ohne das dafür notwendige Ersuchen des Bezirkswohnungskommissars erstellt worden sein!

Die Ab- bzw. Zuschreibung und Einverleibung unserer Grundstücke zugunsten der „Neuen Heimat“ ist also vom Amtsgericht eindeutig betrügerisch und mit schwerwiegendem Amtsmissbrauch durchgeführt worden, weil sowohl Unbedenklichkeitsbescheinigung als auch das Ansuchen um grundbücherliche Durchführung nicht vorlagen!

Aufgrund des Verbotsgesetzes vom 8.5.1946 (siehe Punkt 23) war die NS-Organisation „Neue Heimat der DAF“ aufgelöst (und verboten) und verfiel deren Vermögen an die Republik Österreich. Tatsächlich schien die Republik Österreich aber nie im Grundbuch auf und die „Neue Heimat“ arbeitete unrechtmäßig und unbehelligt weiter!

1947 wurde von der „Neuen Heimat der DAF“ (Wortlaut bis 1952 – siehe Punkt 37) als „Eigentümerin“ die Um- und Neuparzellierung betrieben, obwohl sie längst nicht mehr Eigentümerin war und sein konnte. Offensichtlich sollten dadurch bewusst Verwirrungen und Unsicherheiten erzeugt werden, - mit Erfolg: Laut Urteil des Landesgerichts Innsbruck vom 26.8.2002 waren die „Parzellierungen nicht mehr nachvollziehbar“, obwohl dies im Punkt 79.7 eindeutig widerlegt wird!

Mit Notariatsakt vom 4.6.1968 (siehe Punkt 38) hat die Republik Österreich zur Gänze ihre Geschäftsanteile an der „Neuen Heimat Tirol“ dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck jeweils zur Hälfte abgetreten. Auch dieser Vorgang erfolgte anonym und unterblieb bei unseren Grundstücken – entgegen den Bestimmungen des ABGB - jedwede Eintragung (Einverleibung) ins Grundbuch!

Somit haben Stadt und Land, um anonym zu bleiben, die Stolz-Grundstücke ebenso in ihr - unrechtmäßiges und unredliches – „Eigentum“ übernommen, ohne selbst im Grundbuch zu stehen!


Share |