Politische Verfolgung...

Auch die politische Verfolgung der Familie Stolz wird trotz klarer Beweise einfach abgestritten, um die diesbez. entsprechenden Gesetze und Paragraphen im Rückstellungsverfahren nicht zur Anwendung kommen lassen zu müssen!


Landesbauernschaft/Ortsbauernschaft Innsbruck in der Erklärung vom 15.4.1949 bestätigt (siehe Punkt 31) und trotzdem einfach übergangen (siehe Punkt 34.3). Unser Vater hat sich geweigert, der NSDAP beizutreten: Wir waren eine als antinationalsozialistisch gesinnt bekannte und „abgestempelte“ Familie.

  • Anderen Grundeigentümern wurde Ersatzland zugeteilt. Im Berufungsbescheid (siehe Punkt 13) wird die Forderung der Familie Stolz nach Ersatzland als „sicherlich durchaus gerechtfertigtes Verlangen“ bezeichnet. Tatsächlich hat die Familie aber nie (auch versprochenes) Ersatzland erhalten!

  • Beim Betreten des nächstgelegenen Luftschutzkellers wurde unserem Vater im Beisein von mir (Anton Stolz) und unserer damaligen Wirtschafterin von den politischen Leitern mehrfach zugeschrien, er möge mit „seiner schwarze Brut und Bagage verschwinden und abhauen“ (siehe Punkt 30).

  • Wir mj. Kinder mussten aufgrund der NAZI-Methoden lange in Furcht und Angst leben, nachdem unserem Vater sowohl vom Oberbürgermeister Dr. Egon Denz selbst, als auch von zwei Polizisten und einem Gestapo Mann - jeweils im Beisein meines ältesten Bruders und mir - die Abschiebung ins Konzentrationslager Dachau angedroht worden war.

  • Von den Nazis wurde sogar der bereits unterschriebene Vertrag für das landwirtschaftliche Anwesen St. Leonhard in Hall aufgelöst bzw. rückgängig gemacht (siehe Punkt 6)

  • Auch die viel zu niedrig festgesetzte (und tatsächlich nie geflossene) Enteignungs­entschädigung (siehe Punkt 13.2) beweist klar die politische Verfolgung.

  • Zum damaligen Zeitpunkt gab es in Pradl zahlreiche andere Flächen, welche ebenso gut für ein derartiges Projekt herangezogen hätten werden können. Diese waren aber im Besitz von NSDAP-Mitgliedern.



Share |