Die "Stolz-Grundstücke" in Innsbruck:

Von den Nazis geraubtes Bauernland wird von der Republik Österreich bis heute nicht zurückgestellt

Ende März 1940 wurde von der "Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgesellschaft ‚Neue Heimat' der Deutschen Arbeiterfront im Gau Tirol-Voralberg, Ges.m.b.H." (im Folgenden nur noch abgekürzt: "Neue Heimat der DAF") mit der Verbauung unserer Grundstücke begonnen. Dies ohne jeden Bescheid und gegen unseren Willen!

Unsere Grundstücke wurden 1937/38 als Bauland gewidmet (laut Baulinienplan vom Stadtmagistrat Innsbruck, Stand Ende 1937), wurden aber von unserer Familie immer landwirtschaftlich genutzt. Sie stellten schon damals einen sehr hohen Vermögenswert dar.

Am 3.4.1941 (ein Jahr später!) wurden wir enteignet und als am 20.9.1941 unsere Berufung gegen den Enteignungsbescheid von den NS-Behörden abgelehnt wurde, waren die Bauten – ohne Titel und konsenslos - schon fertig gestellt. Es wurde eine (viel zu geringe) Enteignungs-Entschädigung für unsere Grundstücke festgesetzt, welche aber nie geflossen ist.

Schon am 1.6.1940 hatte unser Vater mit Kaufvertrag das landwirtschaftliche Anwesen St. Leonhard in Hall als Teilersatz erworben, dieser Kaufvertrag wurde aber von den NS-Behörden willkürlich aufgelöst bzw. rückgängig gemacht. Es ist also klar erwiesen, dass der Familie Stolz in voller Schädigungsabsicht gewaltige wirtschaftliche und finanzielle Schäden zugefügt wurden. Weitere Bemühungen unseres Vaters waren unmöglich, weil unser Vater mehrmals bedroht wurde, ins KZ geschickt zu werden.

Nach dem Krieg wurden Gesetze erlassen, wonach den Opfern des Nazi-Regimes ihr Eigentum zurückgegeben werden musste:

  • Laut Nichtigkeitsgesetz vom 15.5.1946 sind Rechtshandlungen ... null und nichtig, wenn sie im Zuge ... politischen oder wirtschaftlichen Durchdringung vorgenommen worden sind, um Vermögenschaften oder Vermögensrechte zu entziehen, die ihnen am 13. März 1938 zugestanden sind. (gesamter Text siehe Punkt 22) Die Grundstücke standen schon lange vor 1938 in unserem grundbücherlichen Eigentum und wurden 1941 zugunsten der Nazi-Gesellschaft "Neue Heimat der DAF" enteignet, welche ausschließlich zur Umsetzung nationalsozialistisch/faschistischer Ziele gegründet wurde.

  • Laut Verbotsgesetz vom 8.5.1945 sind "die NSDAP, ihre Wehrverbände ... sowie alle nationalsozialistischen Organisationen und Einrichtungen überhaupt aufgelöst." (gesamter Text siehe Punkt 23) Somit war ab 1945 auch die "Neue Heimat der DAF" verboten und aufgelöst, ihr Vermögen ist der Republik Österreich verfallen. Trotzdem war die "Neue Heimat der DAF" bis 1950 betreffend unserer Grundstücke weiter tätig wie z.B. bei der Neuparzellierung 1947 und beim Rückstellungsverfahren 1948/49, Rk 553/48.

  • Laut Drittem Rückstellungsgesetz vom 2.2.1947, § 3. (2), ist "auf eine nach gesetzlichen Vorschriften etwa eingetretene Verjährung und Ersitzung sowie beim Rückgriff zwischen mehreren Erwerbern auf den Ablauf der Gewährleistungsfristen kein Bedacht zu nehmen." (gesamter Text siehe Punkt 26) Unsere Anträge/Forderungen auf Rückstellung wurden aber ab 1996 wegen "Verjährung und Ersitzung" etc. abgewiesen!

Tatsächlich wurden also - ganz im Sinne des Artikels des Journalisten Hans Rauscher vom 1.2.1999 – von der Republik Österreich unsere bestehenden Ansprüche mit betrügerischen Behauptungen abgeschmettert, befangene Stellen erließen Bescheide und unbestätigte Zettel wurden von Gerichten als rechtens anerkannt, während unsere maßgeblichen Beweise vorsätzlich und bewusst unterdrückt und hintertrieben wurden.

So wurden uns, der Bauernfamilie Josef Stolz (und mj. Kinder) Grundstücke im Ausmaß von 27.643 m2 vom NS-Besatzungsmacht-Regime geraubt. Anstatt nach dem Nazi-Terror wieder Gerechtigkeit herzustellen, hat die Zweite Republik Österreich das Nazi-Raubgut "Stolz-Grundstücke" (gesetzeswidrig ohne Eintrag ins Grundbuch, um anonym zu bleiben) ins unrechtmäßige Eigentum übernommen und 1968 als (unrechtmäßige und unredliche) "Eigentümerin" jeweils zur Hälfte an das Land Tirol und an die Stadt Innsbruck abgetreten.

Vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck wurden unsere Grundstücke 1968 ebenfalls, um anonym zu bleiben, gesetzeswidrig ohne Eintrag ins Grundbuch - unrechtmäßig und unredlich - übernommen!
Betroffen sind die Grundparzellen Nr. 1458, 1460, 1464, 1465, 1466, 1415 und 1414/2, in der Kat.Gem. Pradl, also die Straßengevierte Langstraße – Gumppstraße – Türingstraße – Amthor- bzw. Langstraße - Gumppstraße – Koflerstraße – Kranewitterstraße mit Panzing.

Ich, Anton Stolz, kämpfe im eigenen Namen sowie als Bevollmächtigter mit Spezialvollmacht meines Bruders Dr. Josef Stolz sowie der Witwe und Rechtsnachfolgerin nach meinem verstorbenen Bruders Kassian, Frau Christiana Stolz, gegen das gewaltige Unrecht, das auf den folgenden Seiten genau dargelegt wird.

Ich beschuldige die Zweite Republik Österreich, dass sie uns diese Grundstücke 1945 geraubt hat und uns diese bis heute vorenthält. Dabei wird versucht, den Raub und die Enteignung als völlig "normale" Vorgangsweise darzustellen und NS-politische Beweggründe abzustreiten, um die eigenen Gesetze zu unterdrücken, die eigentlich zum Schutz der Nazi-Opfer geschaffen wurden!

In der Folge sind chronologisch alle relevanten Dokumente, Urteile und dergleichen mehr angeführt. Sie sind eine Zusammenfassung meiner "Druckwerk-Veröffentlichung" vom 3.12.2007, wo ich auf 54 Seiten und zahlreichen beigefügten Kopien von Originaldokumenten eine andere sinngemäße Zusammenfassung der Ereignisse erstellt habe. Ich verweise außerdem auf die von mir an den Verfassungsgerichtshof eingebrachte Beschwerde vom 10.1.2005 (siehe Punkt 90) mit zusätzlichen, wesentlichen Erklärungen und Klarstellungen sowie auf die Aufforderung an die Republik Österreich (vom 13.4.2004, an NR-Präsident Dr. Kohl - siehe Punkt 89)

Einer der "Höhepunkte" ist das "Antwortschreiben" vom 1. NR-Präsidenten Dr. Kohl vom 23.7.2004 an mich, das nur aus einer Zeile besteht!

Obwohl meine o.a. "Druckwerk–Veröffentlichung" über "die Zweite Republik Österreich" vom 3. Dezember 2007 – mit zahlreichen beigeschlossenen Dokumenten – als Beilagen – mit jeweiligen Begleitschreiben – mit Einschreib-Briefen – am 3.12.2007 – An zahlreiche dafür zuständigen Institutionen bzw. Gerichte, Ämter und Behörden sowie an hohe und höchste Politiker und Machthaber der – und in der – Republik Österreich – zur Kenntnis– und Stellungnahme ergangen ist, hat keiner von allen gegen diese meine "Druckwerk-Veröffentlichung" über "die Republik Österreich Stellung genommen – bzw. gegen mich, Anton Stolz, Klage usw. erhoben.

Dies aus dem einfachen Grund, weil diese meine Druckwerk–Veröffentlichung" mit den gesamten ausgeführten Darstellungen durch zahl- und umfangreiche vorliegende Beweismittel – Beweise und Fakten klar erwiesen und nachweisbar den Tatsachen und der Wirklichkeit entsprechend feststehen.

Familie Stolz


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